1096 jours

 

Jüdische Eltern stehen vor einer furchtbaren Entscheidung, als sie in den Zug nach Auschwitz steigen sollen: Sollen sie einem Eisenbahner vertrauen, der anbietet, ihre Kinder zu verstecken, oder nicht. Dieser Roman erzählt diese beiden möglichen Geschichten.

 

1096 jours

Syros
256 Seiten
ISBN 978-2-74-853891-5
Paperback
9,95 €

ab 11 Jahre

 

Amélie Antoine

Amélie Antoine

Autorin

Nach ihrem Studium der modernen Literatur arbeitete Amélie Antoine als Kommunikationsassistentin und Übersetzerin für die Synchronisation von Filmen, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. 2015 veröffentlichte sie ihren ersten Roman im Selbstverlag, der den ersten Amazon-Preis für Selbstveröffentlichungen gewann. Seit 2019 schreibt sie auch Kinder- und Jugendliteratur.

 

Begründung der Jury

11. September 1942, Bahnhof Fives in Nordfrankreich. In den frühen Morgenstunden in Lille warten jüdische Familien, die wenige Stunden zuvor verschleppt wurden, versteinert darauf, wie erstarrt auf ihr Schicksal. Unter ihnen spürt die 13-Jährige Hannah Galinski, dass eine Abreise ins Ungewisse unmittelbar bevorsteht. Verstört bleibt sie an der Seite ihrer Eltern Esther und Leizer, ihrer Großmutter Rivka und ihres kleinen Bruders Zelig.
Da nähert sich ein Eisenbahner. Leise bietet er an, sich um die Kinder zu kümmern und sie aus der Gefahr zu bringen. Das Dilemma ist kaum auszuhalten: Kann man einem Fremden vertrauen, auf die Gefahr hin, für immer getrennt zu werden? Oder soll man zusammenbleiben, was auch immer geschehen mag? Den Eltern bleiben nur wenige Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen, mit dem albtraumhaften Gefühl, mit einem „Kopf oder Zahl“ über das Schicksal ihrer Kinder zu entscheiden.
„Kopf“: Die Kinder werden dem Eisenbahner anvertraut, erhalten eine falsche Identität und werden bis zur Befreiung versteckt.
„Zahl“: Die Familie bleibt zusammen, bis zur Hölle von Auschwitz-Birkenau.
In einer doppelt angelegten, ebenso meisterhaft komponiert wie erschütternden Erzählung, führt Amélie Antoine ihre Leserinnen und Leser an diesen entscheidenden Wendepunkt. Sie entwirft, was die folgenden 1096 Tage für die Familie Galinski mit sich bringen. Indem sie in jeder Situation den Erwartungshorizont ihrer Figuren nachzeichnet, macht die Autorin eindrücklich, dass Geschichte sich in erster Linie durch Entscheidungen zwischen mehreren möglichen Zukünften bildet.


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