Patrick Bard

Patrick Bard

Autor

 

Patrick Bard, geboren 1958, ist Romanautor, Reiseschriftsteller und Foto-Journalist. Sein erster Roman, La frontière, gewann den Prix Michel Lebrun (2002) und den Prix Ancres Noires (2006). Das Buch Orphelins de sang über den Kinderhandel in Lateinamerika wurde mit dem Sang d’Encre des Lycéens (2010) und dem Lion noir (2011) ausgezeichnet. Et mes yeux se sont fermés (2016) wurde mit mehr als 10 Preisen in Frankreich und weiteren Ländern ausgezeichnet.

 

 

Le secret de Mona

 

Die unvorstellbare Lügengeschichte von Mona, die alles tun würde, um nicht von ihrem kleinen Bruder getrennt zu werden. Patrick Bard stellt sein Talent als Krimi-Autor unter Beweis in dieser Geschichte, die wie ein tragischer Zwischenfall anfängt und nach und nach eine subtilere und unerwartete Wendung bekommt. Ihm gelingt das Porträt einer durch soziales und emotionales Elend verdorbenen Kindheit. Dabei werden die beeindruckende Kraft und der Mut der jungen Mona, die entschlossen ist, vorwärts zu kommen, unterstrichen.

 

Syros
176 Seiten
ISBN 978-2-7485-2661-5
Broschiert
15,95 €

ab 13 Jahre

Le secret de Mona
Begründung der Jury

Alles fängt mit einem banalen Polizeibericht an, als die junge Mona am Steuer eines alten Twingo angehalten wird, nachdem sie ein Stoppschild ignoriert hat. Einer der Polizisten wird aufmerksam auf die mit Verdrossenheit gemischte Panik dieser jungen Frau, die ihren fiebernden kleinen Bruder ins Krankenhaus fährt. Das hätte schon alles sein können, doch das Ganze gerät allmählich aus den Fugen in diesem Sozialroman, der wie ein Thriller aufgebaut ist. Die Stimme von Mona wechselt sich ab mit der Sicht der Erwachsenen, die sie nach und nach umgeben, sie verschafft ihrem Alltag Gehör: eine alleinerziehende und abwesende Mutter, ein kleiner Bruder, um den sie sich kümmern muss, Geldmangel, Armut, Elend, Einsamkeit. Die Stärke der Geschichte von Patrick Bard liegt darin, alle Leser*innen auf die verschlungenen Pfade der Geheimnisse und des Sprechens mitzunehmen und ohne jede Schwarzmalerei aufzurütteln. Der Autor überrascht, um dadurch auf die unsichtbare Not aufmerksam zu machen, die niemand wahrhaben will.

 


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